Prof. Dr. Rudolf HILFER (Quantenphysiker)
Realpräsenz und Quantenphysik ohne Physikalismus
Das Verhältnis von Glaube, Theologie und Naturwissenschaften, am Beispiel der Transsubstantiation.
Zur Naturphilosophie der eucharistischen Wandlung, also der, vom Priester verbal vorgesagten und von Christen geglaubten Trassubstantiation (Wandlung von Brot und Wein zu Fleisch und Blut Jesu Christi), als Kernstück der Heiligen Messe, fasste Prof. Dr. Rudolf Hilfer vom Institut für Computerphysik (ICP) der Universität Stuttgart, wie folgt, zusammen: Brot und Wein sind materielle Dinge. Normale Materie besteht aus Atomkernen, Elektronen und Photonen. Volumetrisch überwiegen die Photonen. Photonen sind quantisiertes Licht. Die Formulierung der physikalischen Gesetze, denen quantisiertes Licht gehorcht, erfordert Vektorräume mit unendlich vielen Richtungen. Die Formulierung der physikalischen Wirklichkeit von Brot und Wein ist insofern recht abstrakt. Diese Abstraktheit der physikalischen Wirklichkeit normaler Materie gestattet es jedem Christgläubigen mit dem Verstand und ohne Widerspruch zur Physik anzunehmen, daß in der eucharistischen Wandlung ein übernatürlicher Übergang von unsichtbarem natürlichem Licht zu ebenso unsichtbarem übernatürlichem (göttlichem) Licht stattfindet.