Thomas-Morus-Preis 2026
Dritte Verleihung des Thomas-Morus-Preises an Prof. DDr. Johannes Huber. Stift Heiligenkreuz, 12. Juni 2026
Prof. DDr. Johannes Huber im Interview mit Gudula Walterskirchen.
Wenn das Gewissen wichtiger ist als der Zeitgeist
Thomas-Morus-Preis des Alten Ordens vom St. Georg an
Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber verliehen
Was verbindet einen englischen Staatsmann des 16. Jahrhunderts mit einem österreichischen Mediziner und Theologen unserer Zeit? Es ist die Überzeugung, dass Wahrheit, Gewissen und persönliche Standhaftigkeit wichtiger sein können als gesellschaftliche Anerkennung und beruflicher Erfolg.
Im feierlichen Rahmen des Stiftes Heiligenkreuz wurde Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber mit dem Thomas-Morus-Preis des Alten Ordens vom St. Georg ausgezeichnet. Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die für ihre Überzeugungen eintreten, auch wenn sie dafür persönliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Nach der Begrüßung durch Gudula Walterskirchen und Pater Prior Johannes Paul erläuterte Gouverneur Prinz Gundakar von und zu Liechtenstein die geistigen Grundlagen der Auszeichnung. Sie erinnert an den heiligen Thomas Morus, der 1535 lieber sein Leben verlor, als gegen sein Gewissen zu handeln.
In seiner ebenso tiefgründigen wie persönlichen Laudatio zeichnete Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck das außergewöhnliche Wirken des Preisträgers anhand der drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe nach. Er würdigte einen Wissenschaftler, der medizinische Forschung und theologisches Denken miteinander verbindet und sich auch durch öffentliche Kritik nicht von seinen Überzeugungen abbringen lässt.
Johannes Huber selbst eröffnete faszinierende Perspektiven auf die großen Fragen menschlicher Existenz: Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis? Können Naturwissenschaft und Glaube einander ergänzen? Wie prägen unsere frühesten Lebenserfahrungen die Persönlichkeit? Und weshalb braucht eine offene Gesellschaft nicht nur Meinungsfreiheit, sondern auch die Fähigkeit zur Vergebung?
Seine Ausführungen über Epigenetik, Wissenschaftsfreiheit, menschliche Bindungen und die Hoffnung über den Tod hinaus machten deutlich, weshalb diese Ehrung weit mehr als die Würdigung einer wissenschaftlichen Karriere darstellt.
Ein Abend, der zum Nachdenken anregte – über die Verantwortung der Wissenschaft, den Mut zur eigenen Überzeugung und die bleibende Bedeutung eines Gewissens, das sich nicht dem Zeitgeist unterordnet.
Der ausführliche Bericht dokumentiert die wesentlichen Gedanken der Ansprachen, die Laudatio und die bemerkenswerten Ausführungen des Preisträgers.
Ausführlichen Bericht zur Thomas-Morus-Preisverleihung als PDF herunterladen
Hintergrund für den Thomas Morus-Preis - gestiftet vom Alten Orden vom St. Georg
Heiliger Thomas Morus Patron der Regierenden und Politiker
Motiv für die Stiftung des Preises ist das Apostolischen Schreiben von Johannes Paul II als "Motu Proprio" zur Ausrufung des Heiligen Thomas Morus zum Patron der Regierenden und der Politiker am 31. Oktober 2000. Das Leben vom Heiligen Thomas Morus lehrt uns, dass Regieren vor allem Übung der Tugend ist. Durch diesen strengen moralischen Ansatz gestärkt, stellte der englische Staatsmann sein öffentliches Wirken in den Dienst der Person, besonders wenn es Sich um schwache oder arme Menschen handelte.
Thomas-Morus-Preis 2023
Zweite Verleihung des Thomas-Morus-Preises an Prof. Rocco Buttiglione. Der Preisträger will Europa mit sich selbst versöhnen. Wien, 23. Juni 2023
Zu einem bemerkenswerten Event kam es im Juni 2023 im berühmten Zisterzienser Stift Heiligenkreuz, Wienerwald, als dem ehemaligen EU-Politiker und Rechtsphilosophen Rocco Buttiglione eine besondere Ehrung zuteilwurde.
Thomas-Morus-Preis 2018
Thomas-Morus-Preis erstmals verliehen. Preisträger Ernest Kardinal Simoni. Englischer Staatsmann als Vorbild für unsere Politiker. Wien, 22. Juni 2018
Im Rahmen eines Festaktes in Anwesenheit des Apostolischen Nuntius, S.E. Peter Zurbriggen, sowie von Abt Maximilian Heim OCist, wurde gestern Abend im gesteckt vollen Kaisersaal des Stiftes Heiligenkreuz erstmals der Thomas-Morus-Preis, als Stiftung des Alten Ordens vom St. Georg, auch Orden der Vier Römischen Kaiser, an Seine Eminenz Ernest Kardinal Simoni aus Albanien verliehen.


