Das Kapitel bittet

Ordensritter und ihre Ehefrauen

sowie interessierte Freunde und Aufnahmewerber
zum

Geselligen Ordensabend


Montag, 24. Juni 2019
St. Johanns Club, 1010 Wien, Schubertring 4/25 (im 2. Stock, Lift)
18.30 Empfang mit Drinks
19.00 Begrüßung
19.15 Vortrag und Diskussion
20.00 Gemeinsames Dîner, open end

Es ist uns eine große Freude, Euch zum nächsten Ordensabend, dem letzten in der ersten Jahreshälfte, einzuladen. Die Veranstaltung findet diesmal nicht am 3. sondern erst am 4. Montag des Monats statt, da wir danach in die ohnehin lange Sommerpause gehen.

Als Vortragenden dürfen wir Prof. Mag. Manfred Skorjanetz-Vollmoeller gegrüßen, der seit der 1. Verleihung des Thomas Morus Preises im Juni vergangenen Jahres an fast allen Ordensabenden teilnahm. Er hat eine historisch interessante Arbeit geschrieben, mit deren durch Bildmaterial unterstützter Präsentation er sich unserer Ordensgemeinschaft vorstellen will:

La Casa de Austria

Die Spanischen Habsburger

Mit Beginn der Neuzeit (1492) konnte die fast 800 Jahre dauernde Reconquista der Iberischen Halbinsel, also die Rückeroberung Spaniens von den Mauren, erfolgreich abgeschlossen werden. Ausschlaggebend dafür waren die Katholischen Könige, speziell Ferdinand II. von Aragón und seine Frau, Isabel von Kastilien, welche Granada, die Hauptstadt des arabischen al-Andalus, einnahmen.

Der Einstieg der Habsburger erfolgte durch die Politik des heuer vor 500 Jahren verstorbenen Kaisers Maximilian I. (der letzte Ritter), verheiratet mit Maria von Burgund, der seinen Sohn Philipp (der Schöne) mit der Erbprinzessin Johanna (die Wahnsinnige) von Kastilien vermählte.

Dann kam Maximilians Sohn, Carlos I (Primero), bei uns Karl V. (Bruder Ferdinands I. von Österreich), der nach dem quasi muslimischen Trauma an der mittelalterlichen Inquisition zwecks Reinhaltung des Heiligen Glaubens (Santa Fe) festhielt. Gegen die verschiedenen Stadtgemeinschaften (wie in Toledo, Salamanca, Segovia, Zamora, …) konnte Carlos I auch das absolute Königtum festigen.

Ihm folgte der geistesschwache und kinderlos gebliebene Carlos II (auch El Hechizado (der Verhexte) genannt) und hielt die Habsburger Linie in Spanien an der Macht. Nach seinem Tod im Jahr 1700 begann der spanische Erbfolgekrieg mit den Bourbonen, welcher das Ende des in Spanien regierenden Casa de Austria einläutete.

Maria Theresias Vater, Kaiser Karl VI., gelang zwar die kurzfristige Eroberung von Barcelona, wodurch er sogar einmal als König durch Madrid paradierte, er war aber Zeit seines Lebens darüber gekränkt, nicht mehr Carlos III zu sein. Unberechtigterweise führte er den Titel ‚Spanischer König‘ bis 1718, als der spätere effektive König Carlos III de Borbón y Farnesio bereits 2 Jahre alt war.

An diesem Abend werden wir auch eine Vorschau auf den bereits 19. Arbeitskonvent geben, der im heurigen Jahr von Donnerstag Abend, 29.8.2019 bis Sonntag Mittag 1.9.2019 stattfindet .

Wir freuen uns auf die historischen Betrachtungen des hispanophilen Prof. Skorjanetz-Vollmoeller sowie auf viele gute Gespräche und Diskussionen.