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Arbeitskonvent 2021 Einladung und Programm

Einladung

zum

21. Sommerlichen Arbeitskonvent

Thema

Das Recht auf Leben und die Freude am Leben

Beihilfe zur Tötung – NEIN          Beistand und Heilung – JA

Wann:

Freitag 27. und Samstag 28. August 2021

Wo:

Billrothhaus, A-1090 Wien, Frankgasse 8    (Nähe Votivkirche)

Mit dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs, welches den Wunsch, das eigene Leben zu beenden als autonome Entscheidung des Individuums anerkennt, muss die gesetzliche Grundlage zu einer legalen Beihilfe zur Selbsttötung bei schweren Krankheiten und Demenz bis spätestens Ende 2021 geschaffen werden. Wer darf um Assistenz beim Selbstmord bitten, wer darf sie leisten, wie und wann soll sie erfolgen dürfen, wo sind die Grenzen und wer trägt die Verantwortung dafür? Auch wenn die Euthanasie von der allgemeinen Öffentlichkeit noch abgelehnt wird, stehen die damit verbundenen rechtlichen, (palliativ-) medizinischen, (psycho-) sozialen und gesellschaftspolitischen, sowie philosophisch-theologischen Probleme des ‘Sich Umbringen Lassens’ ungelöst im Raum. Es gibt viele Meinungen pro und contra dazu. Gehören Schmerz und Leiden nicht auch zu einem erfüllten Leben? Nicht zuletzt soll der Fokus auf sinngebende Nächstenliebe am Ende des Lebens gelegt werden. Es muss die drängende Frage über die Natur des Menschen und des Lebens gestellt werden: –

Wollen wir in einer Kultur des Todes oder in einer Kultur des Lebens unser Dasein fristen?

Dazu werden wir auch gerne Ihre / Deine Meinung hören.

Für Ärzte gibt es 12 DFP-Punkte im Diplom-Fortbildungs-Programm.

Programm:

Freitag, 27. August 2021:

Ab 08.00

Eintreffen zur Registration, Tee u. Kaffee im Billrothhaus (Gesellschaft der Ärzte), 1090 Wien, Frankgasse 8

09.00

Festsaal, Begrüßung, Prinz Gundakar von und zu Liechtenstein, Ordensgouverneur

09.15

Graf Peter zu Stolberg-Stolberg, Ordenskanzler: Corona Verhaltensregeln, technische Hinweise (Videoaufzeichnung), Büchertisch (selektierte Literatur)

Anschl.

Vorstellung des Referenten

09.40

Lic. phil. Moritz Nestor, Psychologe, Naturrechtler, Autor, Uzwil bei St. Gallen, Schweiz

Das Tötungsverbot – die natürliche „Vernünftigkeit eines Tabus“

mit moderierter Diskussion zum Referat und anschließender Kaffeepause

11.00

Vorstellung des Referenten

11.05

Prof. Dr.jur. Karl Albrecht Schachtschneider, Rechtswissenschaftler, Autor, Berlin

Menschenwürde versus Schutz des Lebens?
Unsere Verfassungen und das vernünftige Recht jedes Menschen auf Leben

Moderierte Diskussion zum Referat und gemeinsames Mittagessen (Buffet in der Bibliothek), Mittagspause

15.00

Festsaal, Corona Verhaltensregeln und Vorstellung des Referenten

15.15

Prof. Dr.med. Dipl.-Psych. Michael Linden, Neurologe, Psychotherapeut, Charité Berlin

Gegen Verbitterung und Lebensüberdruss – psychologische Überlegungen

mit moderierter Diskussion zum Referat, anschließend Jause mit Kaffee und Kuchen

Interview-Möglichkeiten für Medienvertreter

Ausklang des Tages mit Drinks und Empfang

Samstag, 28. August 2021:

Ab 08.00

Eintreffen zu Tee u. Kaffee im Billrothhaus (Gesellschaft der Ärzte), 1090 Wien, Frankgasse 8

09.00

Graf Peter zu Stolberg-Stolberg, Ordenskanzler: Corona Verhaltensregeln, technische Hinweise (Videoaufzeichnung), Büchertisch (selektierte Literatur)

Anschl.

Vorstellung des Referenten

09.30

Dr. Grégor Puppinck, European Center for Law & Justice ECLJ Strassburg, Autor, Canada

Das Gesetz des Todes aus transhumanistischer Perspektive
Die Entwicklung ´neuer´ Menschenrechte gegen die Natur, gegen die Menschenwürde

(referiert in Englisch)

mit moderierter Diskussion zum Referat und anschließender Kaffeepause

11.00

Vorstellung der Referentin

11.05

Dr.med. Karen Nestor, Palliativmedizinerin (Onkologie), Kantonspital St. Gallen, Schweiz

Not und Hilfe – die Grundgestalt mitmenschlichen Daseins

Moderierte Diskussion zum Referat und gemeinsames Mittagessen (Buffet in der Bibliothek), Mittagspause

15.00

Festsaal, Corona Verhaltensregeln und Vorstellung des Referenten

15.15

Prof. Dr.phil. Harald Seubert, Theologe, Philosoph, evang.-theol. Hochschule Basel, Schweiz

„Der Mensch soll dem Tode keine Macht einräumen in seinen Gedanken”    (Thomas Mann)
Die Kultur des Lebens gegen die Unkultur des Todes
in theologisch-philosophischer und gesellschaftspolitischer Perspektive

mit moderierter Diskussion zum Referat, anschließend Jause mit Kaffee und Kuchen

Abschließende Zusammenfassung mit Kernaussagen und Diskussion zum Seminar

Interview-Möglichkeiten für Medienvertreter

Ausklang des Seminars mit Drinks und Empfang

Anmeldung zum Sommerlichen Arbeitskonvent 2021:

Verbindlich bitte bis spätestens 18. August 2021
bei Peter zu Stolberg-Stolberg, Ordenskanzler

+43 (0)664 326 29 32, peter.stolberg@chello.at

Kosten:

Für Reisen und Hotels der Vortragenden, Dienstleistungen, Honorare, Mieten der Räumlichkeiten, Catering (Mittagessen, Kaffeepausen und Empfänge).

Teilnahmegebühr: pro Person € 180,-, Studenten € 90,-

Bitte vorab einzahlen an:

Empfänger:
Verwendungszweck:
IBAN:
BIC-Code:

Alter Orden vom St. Georg
Arbeitskonvent 2021
AT71 4300 0306 6888 0005
VBOEATWW

Name des Einzahlers bitte deutlich angeben

(Zusätzliche Spenden willkommen)

Für Rückfragen und weitere Auskünfte Tel: Peter zu Stolberg-Stolberg, +43 (0)664 326 2932

Arbeitskonvent 2020 Fotos

Arbeitskonvent 2020 Fotos

Fotos vom Arbeitskonvent 2020

28. August 2020

29. August 2020

Arbeitskonvent 2020

Epigenetik

Der 20. Sommerlicher Arbeitskonvent des Alten Ordens vom St. Georg fand von 28. bis 29. August 2020 im eleganten Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien statt. Die beiden hochinteressanten Tage drehten sich intensiv um das Thema Epigenetik.

Ordensgouverneur Prinz Gundakar von und zu Liechtenstein eröffnete die Tagung zum Thema Epigenetik, indem er alle anwesenden St.Georgs-Ritter sowie die Ordensfreunde und Referenten herzlich begrüßte. Es folgte eine kurze Vorstellung des Alten Orden vom St. Georg, indem er auf dessen Daseinsberechtigung und dessen Zielsetzung einging und zudem betonte, dass der Orden eine lange Geschichte habe, man aber besonders stolz sei, zukunftsorientiert zu sein. Er erklärte das Wort Epigenetik, welches sich aus den Worten Genetik – Erbbiologie – und Epigenese – Entwicklung von Lebewesen – zusammensetze und populärwissenschaftlich als Bindeglied von Umwelteinflüssen und Genen gesehen werden kann. Daraus ließe sich möglicherweise die Schlussfolgerung ziehen, dass passiv und aktiv Erlebtes scheinbar generationenübergreifend weitergegeben werden könne.
Dementsprechend meinte der Wissenschaftsautor Dr. Peter Spork: ‘Gesundheit ist kein Zufall – Wie wir unser Erbgut steuern können’. Vielmehr ist Gesundheit das Resultat der molekularbiologischen Interaktion der Epigenetik mit dem sonst starren menschlichen Genom. Dabei erklärte er, wie gespeicherte Informationen im Umkreis der DNA die jeweiligen Gene zur Produktion von Proteinen aktivieren oder abschalten, und welche positiven und negativen Auswirkungen das auf die Gesundheit haben kann.

Als nächstes sprach die Gynäkologin Univ. Prof. Dr. Doris Maria Gruber als langjähriges Mitglied der Med-Uni Wien über ‘Die Pubertät als epigenetisches Fenster – Prägende und bleibende Auswirkungen auf Psyche und Verhalten’. Sie ging in ihrer Präsentation sowohl auf die gesunde hormonelle Entwicklung der pubertierenden Mädchen ein als auch auf die Problemfelder, die sich zu diesem sensiblen Zeitraum eröffnen. Die Folgen von aktiv wie passiv Erlebtem für das weitere Gebaren von Jugendlichen – und später Erwachsenen – hat oftmals seinen Ursprung in der Adoleszenz. Sie erklärte auch die umfassenden Funktionen von Hormonen auf die entscheidenden Körperfunktionen und sprach als bewusste Frauenmedizinerin auch kritisch die derzeit populäre Frühsexualisierung an.

Am Nachmittag referierte die an der ETH in Zürich forschende Univ.-Prof. Isabelle Mansuy, PhD über das Thema ‘Vererbung außerhalb der Gene – Wie Lebenserfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben werden können’. Sie zeigte, dass traumatische Erfahrungen im frühen Leben Verhalten und Stoffwechsel über mehrere Generationen hinweg verändern können und dass die Vererbung von Symptomen von epigenetischen Faktoren in der Keimbahn abhängt. Laborversuche offenbaren die epigenetischen Mechanismen, die der Vererbbarkeit von Merkmalen zugrunde liegen, welche durch Lebenserfahrungen und Umwelteinflüsse bei Labortieren induziert werden. Die Grundlagen dieser Befunde bei Mäusen wurden durch Translationsanalysen bei Traumapatienten beim Menschen validiert. Sie stellt die Existenz einer RNA-basierten Vererbung unabhängig von der DNA-Sequenz bei Säugetieren fest, so wie sie bei Pflanzen und Wirbellosen bekannt ist.
Am folgenden Morgen sprach der bekannte Wiener Mediziner und Theologe Univ. Prof. DDr. Johannes Huber zum Thema ‘Die Neuroarchive unseres Lebens – Epigenetik während der Schwangerschaft und epigenetische Prägung in den ersten Lebensjahren’. Dabei verquickte er durchaus medizinische Statements im Lukas-Evangelium mit rezenten Erkenntnissen der modernen epigenetischen Wissenschaft. Auch musikalische Prägung erfolge schon im Mutterleib. Faszinierend der Hinweis, dass die Kindesmutter durch Zellenaustausch ein Leben lang Zellen ihrer Kinder, sozusagen als körperliches Gedächtnis, in sich trägt und dass sie über diesen Zellentausch mit ihrem Kind teilweise auch Zellen des Kindesvaters empfängt.

Darauf folgte der Bioinformatiker Prof. Dr. Christoph Bock mit einem Vortrag zum ‘Zusammenspiel von Genetik und Epigenetik bei der Entstehung und Behandlung von Krankheiten’. Er ist am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig und beschäftigt sich mit der Rolle der Epigenetik auf dem Weg zur personalisierten Medizin. Sein Vortrag beschrieb die technologischen Fortschritte, die eine umfassende Analyse des Epigenoms und einen Blick in die Vergangenheit und Zukunft der Zellen unseres Körpers ermöglichen. Daraus ergeben sich Möglichkeiten für zukünftige Therapien, bei denen Zellen so umprogrammiert werden, dass sie als „lebende Medikamente“ dienen können.

Zum Abschluss der Tagung befasste sich der deutsche Pharmazeut, Mediziner, Theologe und kath. Priester Univ. Prof. DDr. Matthias Beck mit dem Thema Die philosophisch-theologische Einordnung der Erkenntnisse der Epigenetik. Als (Bio-) Ethiker zeigte er die grundlegenden Unterschiede, jedoch auch die Komplementarität zwischen Natur- und Geisteswissenschaften auf, analysierte kurz die großen Weltreligionen inkl. der Fernöstlichen sowie die christlichen Philosophen. Kernaussage aber war, die Psychologie, die Genetik und Epigenetik mit christlicher Spiritualität zu vergeistigen, um den Menschen als Ganzes zu erfassen und ihm zu einer inneren Stimmigkeit zu verhelfen, die heilt. „Das Ganze auf´s Göttliche ausrichten…“.

Kanzler Graf Peter zu Stolberg-Stolberg, der die gesamte Tagung samt Diskussionen moderiert hatte, dankte den Vortragenden und dem Publikum und lud ein zum gemeinsamen Dîner im Meinl am Graben, wo es köstliche Kulinarik gab und wieder sehr lustig zuging. Großer Dank sei hier dem dortigen Geschäftsführer, dem jüngst beigetretenen St.Georgs-Ritter Mag. Udo Kaubek ausgesprochen.

Ordenskonvent 2020 Fotos

Ordenskonvent 2020 Fotos

Fotos vom Ordenskonvent 2020

27. August 2020

30. August 2020

Ordenskonvent 2020

Besonderer Rahmen beim Ordenskonvent

So manche besondere Situation hat auch ihre guten Seiten. Nach der durch die Gegebenheiten aufgrund der Corona-Pandemie bedingten Verschiebung des traditionellen April-Termins fand der Ordenskonvent 2020 im Vorfeld des Arbeitskonvents statt. Damit wurde ein Veranstaltungsblock organisiert, der über mehrere Tage die anwesenden Ordensmitglieder mit interessanten Themen versorgte.

Ordensabend Januar 2019

Die fünf Orte in Oberösterreich, die ein jeder besucht haben sollte


Selbstvorstellung des Ordensnovizen Mag. Dr. Josef Leitner, OT


Nach Begrüßung der Damen, Ordensbrüder und Freunde des Ordens wies der Kanzler hin auf die bevorstehende Hl. Messe am 30.1.2019 in der Kapuzinerkirche zu Wien, im Gedenken an S.k.u.k.H. Kronprinz Rudolf von Österreich, der vor genau 130 Jahren, am 30.1.1889 in seinem Jagdschloß in Mayerling (Wienerwald) so tragisch ums Leben kam. Mit seinen künstlerischen, naturwissenschaftlichen und nicht zuletzt politischen Begabungen galt Ehzg. Rudolf mit seinem kontroversen Geist als Hoffnungsträger seiner Zeit. Sein plötzlicher Tod mit nur 31 Jahren war eine unerwartete Katastrophe, welche Wien und die Kronländer der Donaumonarchie erschütterte, tiefe Trauer, Unruhe und Leere hinterließ.

(Red.: Auf Bitten der monarchistischen Schwarz-Gelben Allianz, sprach der Historiker und Autor, Dr. Rudolf Novak in der Kaisergruft neben dem, mit Kranz und Blumen geschmückten Sarkophag über den paneuropäisch gebildeten und denkenden Kronprinzen, dessen interessanten Lebensweg und wie es zur verhängnisvollen Verkettung von Menschen und Umständen kam, die zu seinem Tod führten).

Zurück zum Ordensabend am 17. Januar 2019 im St. Johanns Club (Wien):

Wie alle Jahre, im Hinblick auf den festlichen Ordenskonvent, dem Aufnahmetermin im April, stellen sich die Novizen der Ordensgemeinschaft vor. So auch der in Linz, Oberösterreich, beheimatete Mag. Dr. Josef Leitner OT, der schon seit über 2 Jahren an den Ordensabenden und -konventen mit Interesse teilnimmt. Nachdem er im Ordenskapitel sein Bekenntnis zu den Grundsätzen und Zielen des ritterlichen St. Georgs Ordens der vier Römischen Kaiser abgegeben hatte, kommentierte Dr. Leitner, der viele Jahre in leitender Funktion in der Großindustrie, u.a. als Personalleiter bei der Voestalpine, tätig war und nun an der Universität über Erwachsenenbildung lektoriert, einige seiner journalistischen Berichte über besondere Orte der Kultur und Natur in Oberösterreich, welche in seiner wöchentlichen Kolumne in der Tageszeitung KURIER bislang erschienen sind. Dazu projizierte er Bilder mit Kurzkommentaren an die Wand. Hier ein paar Beispiele aus seinem reichen Fundus.

Mit dem östlichsten Punkt, dort „wo in Oberösterreich die Sonne aufgeht“, nämlich im Waldhausen, beginnt die Rundreise. Die prächtige Kirche des ehemaligen Augustiner Chorherrenstiftes war die erste barocke Stiftkirche von OÖ. Das Wappen der Stifter wurde zum Landeswappen von OÖ. Bei der folgenden Wanderung durch die idyllische Landschaft des Mühlviertels konnte man markante Felsformationen bestaunen und einen 35 Tonnen-Felsen in Bewegung setzen.

Im weiter südlich gelegenen Ort Gaflenz ist die auf dem Heiligenstein-Hügel liegende Kirche einen Besuch wert. Sie ist dem Hl. Sebaldus geweiht, der hier insbesondere Frauen geholfen haben soll, einen Mann zu finden, ein „Parship“ des Mittelalters sozusagen. Über 600 Jahre hielt sich diese Tradition des „Mander Betens“.

Kühne Holzsteige führen durch die Vogelgesang-Klamm in Spital am Pyhrn. 1,5 km lang geht es durch die wildromatische Felsenschlucht entlang des Trattenbach hinauf in Richtung des Großen Pyhrgas. Die Stege und 500 Holzstufen sind kühn in die Landschaft gebaut und teilweise an senkrechten Felsen befestigt. Ein prickelndes Erlebnis für den Wanderer.

Mitten im Salzkammergut geht die Rundreise weiter. Von Bad Ischl aus fährt die Katrin-Seilbahn auf den gleichnamigen Berg, der nach einer keltischen Göttin benannt sein soll. Der Rundweg „Sieben Seen Weg“ führt in zwei gemütlichen Gehstunden über das Kalkstein Bergmassiv. Die Blicke richten sich nacheinander auf den Wolfgangsee, Mondsee, Fuschlsee bis zum Schwarzensee. Dazu gibt es eine Bergkulisse, wie sie kaum schöner sein könnte.

Wir setzen die Rundreise nach Ranshofen in den äußersten Westen von OÖ fort. Aus einer Kaiserpfalz, die Karl der Große errichtet hatte, wurde 1125 ein Stift gegründet. Die prächtige Barockkirche weist eine einmalige Besonderheit auf, den Akanthus Stil. Die zu den Distelgewächsen zählende Akanthus Blume zieht sich als Blattverzierung durch das gesamte Kircheninnere, sei es gemalt oder als Stuck.

Ein 50 Kilometer langer Wander- und Radweg führt entlang der Transportroute für Holz, dem Schwarzenberg´schen Schwemmkanal. Im Jahr 1789 wurde der Bau des revolutionären technischen Bauwerks begonnen. Vom Dreisesselberg über die europäische Hauptwasserscheide, dann weiter über die Große Mühl bis zur Donau wurde das Holz des Böhmerwaldes schließlich nach Wien transportiert. Bis zu 1200 Männer waren zu Spitzenzeiten beschäftigt.

Weiter geht es in den Zentralraum von OÖ in den Ort Scharten. Aus dem Eferdinger Becken 150 Höhenmeter aufsteigend taucht man in eine Szenerie, welche an die Toskana erinnert. Hinter üppig blühenden Marillenbäumen gipfelt der Zwiebelturm der Wallfahrtskirche Maria Scharten. Am 11km langen Kirschblütenweg umgeben blühende Alleen majestätischer Kirschbäume die stattlichen 4 Kanter Höfe, von wo aus die Bauern weitere Streuobstgärten pflegen.

Die Bezirksstadt Kirchdorf an der Krems bietet kulinarische Höhepunkte: Frische Würste und Oberösterreichs besten Kaffee. Zahlreiche Gäste aus nah und fern versammeln sich beim Schöllhuber zu einer „Kesselheißen“. Der Gast wählt und verspeist die Wurst seines Geschmacks in Gesellschaft einer spontanen Würstelrunde. In der Konditorei Sturmberger gibt es den angeblich besten Kaffee von OÖ. Hausherr Stefan hat in Triest die ´Kaffeeuniversität´ besucht und verwendet je nach Zubereitung die passende Frischmahlermühle und Kaffeemaschine.

Die Stollen der Linzer Unterwelt erinnern an den Hades (Totenreich) der griechischen Mythologie. Man hat das Gefühl, eine andere Welt zu betreten: Ohne den geringste Lichtstrahl und in absoluter Stille. Von außen nicht erkennbar sind die vielen Stollenanlagen in den Hängen westlich der Linzer Altstadt. Schon seit dem Mittelalter als Wein-, Bier- und Eiskeller genutzt, wurden diese großen Kelleranlagen während der Kriegsjahre systematisch erweitert und durch Gänge miteinander verbunden. So bot der Schlossberg Stollen im 2. Weltkrieg Platz für 10.000 Personen. Im nächst gelegenen Zentralkeller, wurden von der Steyr Daimler Puch AG Bleche und Kugellager für die Kriegsindustrie gefertigt.

Dem Vortrag folgte ein feines Dîner und bildeten sich an jedem der Tische kleinere und größere Gruppen im stets humorvollen Austausch von geistigen Interessen und beruflichen Erfahrungen, wie es das gemeinsame Ordensleben so mit sich bringt.

Ordensabend Dezember 2018

Modernes Rittertum


 

Im Kampf für das Christentum, erörtert von HW Dr. Michael Stickelbroek


Der Ordensabend am 17. Dezember 2018 wurde sehr fröhlich eingeleitet. Zum Empfang bat der burgenländische Winzer Heimo Ferrari-Brunnenfeld aus Großhöflein zur Verkostung seiner Weine inkl. Sekt aus dem Hause KRONHOF, die er auch zum Kauf anbot.

Dann erbat sich OB Dr. Thomas Stark das Wort, im Gedenken an seinen Professor und Mentor, Robert Spaemann, der erst am 10. Dezember 91-jährig von Gott abberufen worden war. Stark spannte in seinem Nachruf den Bogen über die wichtigsten Stationen am Lebensweg Spaemanns, der sich zu einem der bedeutendsten Philosophen und konservativen Denker der Nachkriegszeit entwickelte. Dazu gehörten auch Aussagen, wie: „Wenn wir Gott wegnehmen (…), dann bricht das Denken zusammen“. Und an anderer Stelle: “Wichtig ist, was immer ist. Was immer ist, heißt ‘Gott’.” Zentral im Werk Robert Spaemanns, ist die Verteidigung der menschlichen Würde und der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens. Unverzichtbar ist in diesem Zusammenhang die Rolle des Naturrechts, so Stark.

Das Impulsreferat unseres Ordensbruders Thomas Stark, ist abrufbar in der Ordenskanzlei, Anruf oder Mail genügt.

Das letzte Zusammentreffen in diesem Jahr war aber als Advent- und Weihnachtsfeier konzipiert. Dazu sprach HW Dr. Michael Stickelbroek, Professor für Dogmatik und ökumenische Theologie an der Theologisch-Philosophischen Hochschule von St. Pölten, über die vergessenen spirituellen Aspekte dieser im Kirchenjahr und für die seelische Besinnung so wichtigen Zeit.

Zumal ab Herbst die Zeit der Selbstvorstellung der um Aufnahme werbenden Ordensnovizen ist, wollte und sollte sich Pieter Constantijn van Vloten aus Maastricht, Generalkonsul der Russischen Föderation für die niederländischen Provinzen Limburg und Nordbrabant, der Ordensgemeinschaft vorstellen. Er kam mit OB Michiel Hemminga, seinem Ordenspaten aus Amsterdam. Da die Zeit bei ihrer Ankunft schon fortgeschritten war, kam es beim Ordensabend nicht mehr dazu. Den Ordentlichen St.Georgs-Rittern wurde die geplante Ansprache von Pieter Constantijn van Vloten mit den gedruckten Ordensmitteilungen postalisch zugesandt.

Ordensabend November 2018

1. Thomas-Morus-Preis Verleihung


OB Graf Alfred von Trauttmansdorff über die Abläufe vor, während und nach der Preisverleihung


Nach der für einen Ordensabend üblichen Begrüßung an diesem Abend im November 2018 erwähnte Kanzler zu Stolberg-Stolberg den Festakt im Rathaus zu Wien, bei welchem dem Pharmakologen und OB Dr. Jean-Jacques Chirikdjian für seine besonderen Verdienste die Goldene Ehrennadel des Landes Wien verliehen wurde. Er hat noch in späten Jahren das Risiko der Firmengründung (ZAK-Pharma) auf sich genommen, Arbeitsplätze geschaffen und damit Wien als wirtschaftlichen Standort aufgewertet. Der Gratulation dazu folgte bewundernder Applaus.

Sodann fasste OB Graf Alfred von Trauttmansdorff, Mitglied des Auswahlgremiums, für alle Anwesenden nochmals die 1. Thomas-Morus-Preis Verleihung zusammen (ref. Juni d.J.). Nach dem Hinweis des Kanzlers, dass im Anhang (Ss 139-154) der AOvStG und der Thomas Morus-Preis genau beschrieben sind, besorgten sich viele der Teilnehmer das Buch mit der Biographie von Ernest Kardinal Simoni, manche sogar mehrere Kopien zur Weitergabe an mögliche Interessenten, bzw. zum Verschenken.

Zuletzt stellte sich Heinz Ofner, der Software-Entwickler und EDV-Berater von OB Stefan Reichert, sowie des AOvStG, den Rittern und Freunden des Ordens als Aufnahmewerber vor. Er gab dabei interessante Details seines vielseitigen Lebensweges bekannt und wurde dafür freudig beklatscht.
Es sei hier auch erwähnt, dass Heinz Ofner – nach den inhaltlichen Vorstellungen der Ordensleitung – die Webseite des AOvStG neu konzipiert und softwaremäßig dynamisch aufgesetzt hat.

Ordensabend Oktober 2018

1968 + 50. Erwartungen und Enttäuschungen


Ein Statement von Prof. Günter Danhel zur bevorstehenden Enquête


Der Vortrag an diesem Ordensabend im Oktober 2018 war der vor 50 Jahren eingeleiteten, die Gesellschaft verändernden 68-er Bewegung gewidmet.

Kanzler Graf Peter zu Stolberg-Stolberg ließ die Studentenunruhen in den USA und Europa Revue passieren, erklärte Ursprung und Bedeutung der wichtigsten Begrifflichkeiten dieser antiautoritären Bewegung und ließ deren ´Hauptdarsteller´ quasi auftreten.

Dann gab uns Prof. Günter Danhel eine Vorschau auf seine bevorstehende Enquête, betitelt
„1968 + 50, Erwartungen und Enttäuschungen“.

Der Abend erbrachte eine längst überfällige kritische Aufarbeitung des Erbes von 1968. Die Referate zielten darauf ab, das nötige Bewusstsein zu schaffen, den unsäglichen ´Marsch durch die Institutionen´ wieder umzukehren.

Ordensabend September 2018

Rückblick auf den 18. Sommerlichen Arbeitskonvent


Ritter und Freunde des Alten Ordens vom St. Georg berichteten über eine sehr gelungene Veranstaltung

Aufgrund mehrfacher Bitten von Ordensbrüdern, welche nicht in Passau waren, begannen wir im Rahmen des Ordensabends im September 2018 den Herbst mit kurzen Impulsreferaten über den oben beschriebenen, erfolgreich abgelaufenen, bereits 18. Sommerlichen Arbeitskonvent. Dieser behandelte die beiden folgenden aktuellen Themen:

Über beide Themen unserer Denkwerkstatt, die daraus gewonnenen Erkenntnisse und die generellen Eindrücke berichteten sowohl Ritter als auch Freunde des Alten Ordens vom St. Georg.