Einladung zur Verleihung des Thomas Morus-Preis

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Preisträger Prof. DDr. Johannes Huber

Univ. Prof. DDr. Johannes HUBER

Im Mai 1946 geboren, studierte Johannes Huber Theologie und Medizin an der Universität Wien, promovierte 1973 zum Doktor der Theologie und 1975 zum Doktor der gesamten Heilkunde. An der Katholisch-Theologischen Fakultät dissertierte er über „Erasmus von Rotterdam als Bibel-Herausgeber und Exeget“. Als Dank für seine konstruktive Verbindung zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften, die er schon als Sekretär von Kardinal König begonnen hatte, zeichnete ihn diese Fakultät 2024 mit dem „Goldenen Doktorat“ aus. Nach seiner medizinisch-klinischen Ausbildung zum Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Kaiser-Franz Josef-Spital, wechselte er 1979 auf die Erste Universitätsfrauenklinik, wo er sich 1985 mit dem onkologischen Thema „Numerische und strukturelle Aberrationen bei gynäkologischen Malignomen“ habilitierte.

In Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien, gelang ihm 1999 die Kryokonservierung und Reimplantation eines Eierstocks im Schaf. Dadurch wurden für das sog. „Ovarian Tissue Banking“ wegweisende Erkenntnisse für die spätere Umsetzung in der Humanmedizin gewonnen. Als gynäkologischer Endokrinologe und Reproduktionsmediziner, übernahm er 1993 die gesamte Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien. Für sein umfassendes Verständnis der Frauenmedizin in all ihren Facetten, erhielt er 2024 den sog. „Menopausen Award“. Er ist auch Träger des Silbernen Verdienstkreuzes der Republik Österreich für Wissenschaft.

Durch die umfassende Aufarbeitung theologischer und medizinischer Fakten, bis hin zur epigenetischen Prägung menschlichen Verhaltens, begann Huber die christlich-ethischen Werte naturwissenschaftlich zu begründen. Die Wichtigkeit der Familie und deren Schutz stellte er dabei in den Vordergrund. Prof. Hubers unwiderlegbare Schlüsse aus seinen wissenschaftlichen Beobachtungen und Studien brachten ihm immer wieder unberechtigte Kritik ein. Dazu gehört auch sein Versuch, von naturwissenschaftlicher Seite her, zu zeigen, dass die Akzeptanz einer Transzendenz intellektuell redlich ist und Gott keineswegs ausgedient hat. Als der Homo erectus zum Homo sapiens wurde, erkannte dieser nicht nur seine eigene, sondern auch eine weitere Intelligenz, die über seiner eigenen steht dies wird heute von Kosmologen, Hirnforschern und Physikern geteilt. Gerade das hat man Prof. Huber sehr übelgenommen und ihm öffentlich vorgeworfen, er benütze seine naturwissenschaftliche Kompetenz, um sich für das Transzendente einzusetzen. Gerade diese Einstellung ist es aber, die Prof. Huber als verdienten Träger des Thomas Morus-Preises auszeichnet.

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