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Arbeitskonvent 2018

Arbeitskonvent 2018 in Passau


Donnerstag 23.8. bis Sonntag 26.8.2018

Ein detaillierter Bericht über die Veranstaltung folgt demnächst.

Ordensausflug Juli 2018

Die St. Georgs-Ritter und Freunde vor Verlassen des Schlosses Herberstein

Besuch am Landsitz der Familie Halbgebauer


Ausflug nach St. Johann bei Herberstein in der Oststeiermark


Am 1. Juli 2018 zwischen 9:15 und 9:30 Uhr trafen sich alle Teilnehmer am Trottoir neben der Busspur, von wo aus wir mit einem privat gecharterten Bus von NÖL-Reisen, Karl Waglechner, um 9:45 Uhr in Richtung Steiermark aufbrachen. Nachdem er seine Arbeit als Kurator der Ausstellungen in Schloss Halbturn schon letztes Jahr und auch heuer nicht mehr wahrnimmt, lud uns OB Georg v. Halbgebauer zu sich auf seinen kleinen oststeirischen Landsitz am Berg über St. Johann bei Herberstein ein. Die Busfahrt dorthin war entspannend und es entwickelten sich gute Dia- und Trialoge zwischen den Bänken, sowohl vorne beim Chauffeur wie auch hinten.

Bei der Ankunft am steirischen Landsitz von OB Georg v. Halbgebauer

Bei der Ankunft am steirischen Landsitz
von OB Georg v. Halbgebauer

Wir kamen genau zwei Stunden später unterhalb des Hauses an und gingen bei strahlendem Wetter zu Fuß hinauf zum Haus, welches schon seit zwei oder drei Generationen im Besitz der Halbgebauers ist. Dort wurden wir dann von Georgs Frau Gitti, ihrem Sohn, OB Christopher Pivec, und dessen zwei viel jüngeren Schwestern herzlich begrüßt. Auch gab es aus einer großen grün gestreiften Schüssel von Gmundner Keramik köstliche Erdbeer-Bowle, die schnell zu Ende ging.

Das quasi Bauernhaus ist von seiner Zimmeraufteilung her und architektonisch sehr alt und gemütlich. Obwohl es vorne ausgerichtet ist auf St. Johann mit seiner großen Kirche und dem angebauten bescheidenen Klostergebäude, hat es auch einen kleinen, durch diverse Mauern und Holzschuppen sowie Leggen eingerahmten Hintergarten, der mit vielen Blumen und grünem Gras eine Art von gemütlichem Gartenzimmer darstellt. Alles sehr schön und gepflegt. Gitti und Georg haben rundum auch die steilen Abhänge terrassiert und bauen dort Obst, Gemüse und Blumen an, was laufendes Jäten mit sich bringt, wie uns Gitti erklärte. Rundum ist auch ein wenig Halbgebauer´scher Wald. Im kleinen Haus hängen neben schönen Bildern und Stichen der letzten 200 Jahre auch einige Krickel an den Wänden. Es gibt dort mehrere sehr komfortable Sitzecken, Holzbänke draußen und einen großen Tisch mit Bänken und Stühlen unter grünen Biolauben. Sehr schön angelegt ist ein mit Seerosen geschmückter Bioteich, an welchem es auch einen Tisch mit Bänken und Gartenstühlen gibt. Ich nahm dort mein Mittagessen mit Schnitzeln und Kartoffelsalat ein und genoss die angenehme Ruhe, welche in der völligen Abgeschiedenheit von den städtischen Stressfaktoren schlicht zum Nachdenken anregte.

In der Sakristei im Rokkoko-Stil

In der Sakristei im Rokkoko-Stil

Post meridiem setzten wir uns wieder in den Autobus und fuhren hinunter nach St. Johann (Betonung auf dem ´o´) bis vor Kirche und Kloster. Dort erwartete uns der Kirchenführer, Karl Breitenberger. Er erzählte uns die ins Mittelalter zurückreichende Geschichte, in der die Grafen von Herberstein durch die Jahrhunderte eine bedeutende Rolle spielten. Nebst den kunstgeschichtlichen Hinweisen und Erklärungen vermittelte er uns auch die missionarischen Inhalte der Fresken, Bilder, der geweihten Altäre, sowie der prachtvollen Sakristei mit farblich kontrastierten Wänden aus der Rokkoko Zeit. Sichtlich beteten auch einige der Teilnehmer.

Anschließend fuhren wir zur ehemaligen Burganlage, dem Gartenschloss Herberstein, und sammelten uns im großen blumengeschmückten Florentinerhof mit von Pfeilern und Säulen getragenen Arkaden. Von dort bekamen wir eine Führung durch die verschiedenen Trakte und Stockwerke mit engen Wendeltreppen, Schlafzimmern, Kinderzimmern, ´Donnerbalken´, Salons, größeren Hallen und sonstigen Räumlichkeiten, die noch immer mit Originalmöbeln eingerichtet sind. Von besonderem Augenmerk war die Figur des Hl. Georg in der Schlosskapelle (siehe Bild). Die einst bedeutendste steirische Familie Herberstein ist seit dem späten 13. Jahrhundert im Besitz des heutigen Gartenschlosses mit Tierpark.

Im Florentinischen Hof des Gartenschlosses

Im Florentinischen Hof des Gartenschlosses

Hier erwähnte OB Dr. Dieter Schneeweiß dankenswerterweise, dass das Schloss während der russischen Besatzung (1945-55) von einem gebildeten russischen Offizier vor den ansonsten üblichen Plündereien und Zerstörungen geschützt wurde. Dieser Offizier wusste, dass Sigismund von Herberstein vor ca. 500 Jahren als Gesandter des Kaisers jenen unbekannten Teil Europas erschloss, was ihm den Titel ´Columbus von Russland´ eintrug, und darüber in Zentraleuropa berichtete, worauf gebildete Russen bis heute stolz und dankbar sind.

Nach einer Wanderung durch den im Barockstil angelegten und gepflegten Garten des Schlosses und vorbei an einem Käfig mit kleinen Affen inmitten eines Teiches mit großen silbrig-rosa-farbenen Forellen, bestiegen wir wieder den Bus und fuhren nur wenige Kilometer weiter nach Kaibing zur angekündigten steirischen Brettljausen. Und zwar – Gott sei Dank, im Buschenschank – wo der Wirt niemand anderer, als Karl Breitenberger war. Wieder wurde unsere gesamte Gruppe von ca. 25 Leuten gut bedient und es gab ein durchwegs fröhliches Beisammensein. Kanzler Stolberg ergriff dort das Wort und dankte der Familie Halbgebauer bzw. Pivec, die den ganzen Tag über so gastfreundlich und hilfreich war. Kurz vor 8 Uhr abends bewegte sich der Bus schließlich gen Wien, wo er die Gesellschaft um knapp vor 22 Uhr wieder am Schwedenplatz aussteigen ließ.

Es lässt sich zusammenfassen, dass der Ausflug mit der stressfreien Busfahrt, dem herrlichen Mittagessen, den kulturell interessanten Kirchen- und Schlossbesuchen, sowie der köstlichen Brettljausen sehr gelungen war.

Thomas-Morus-Preis 2018

Thomas-Morus-Preis erstmals verliehen


Englischer Staatsmann als Vorbild für unsere Politiker


Im Rahmen eines Festaktes in Anwesenheit des Apostoli­schen Nuntius, S.E. Peter Zurbriggen, sowie von Abt Maximilian Heim OCist, wurde gestern Abend im gesteckt vollen Kaisersaal des Stiftes Heiligenkreuz erstmals der Thomas-Morus-Preis, als Stiftung des Alten Ordens vom St. Georg, auch Orden der Vier Römischen Kaiser, an Seine Eminenz Ernest Kardinal Simoni aus Albanien verliehen.

Die Verlei­hung erfolgte nach jahrelanger Suche in einem strengen Auswahlverfahren eines geeigneten Laureaten, der, nach dem Vorbild des englischen Lordkanzlers und Staatsmannes Sir Thomas More, zum eigenen Nachteil konsequent Zeugnis erbracht hat für den Primat der Wahrheit im Gegensatz zur weltlichen Macht.

Prinz-Liechtenstein-erklaert-Thomas-Morus-Preis

Prinz Liechtenstein erklärt den
Thomas-Morus-Preis

Prinz Gundakar von und zu Liechten­stein, Gouverneur des Alten Ordens vom St. Georg, erklärte die höchst aktuelle Bedeutung der Auszeich­nung, weil Papst Johannes Paul II. den englischen Lordkanzler, Topjuristen und hochgebildeten Humanisten, in seinem Motu Proprio vom 31. Oktober 2000 zum Patron und Vorbild für Juristen, Politiker und Regierende erklärt hat. In entwaffnend humorvoller Art widerstand Morus vor 500 Jahren den schmeichelhaften Versu­chungen und schließlich der brutalen Macht­poli­tik König Heinrichs VIII., wofür er mit seiner Hinrichtung am Schafott beim Tower von London bezahlen musste, so Liechtenstein.

Leidensweg als Gnadenakt für den Gekreuzigten

Wie Altabt Gregor Henckel von Donnersmarck OCist in seiner Laudatio ausführte, wurde Don Ernest Simoni 1963 als junger, frisch geweihter Priester, der für den soeben in Dallas einem Attentat zum Opfer gefallenen US-Präsidenten John F. Kennedy eine Messe gelesen hatte, in der Christmette vor versammelter Glaubens­gemeinde vom Altar weg verhaftet, dann gefoltert und zum Tode verurteilt. So begann sein Leidensweg im kommunistischen Albanien.

Im marxistisch-ideologischen Kampf des laut Eigendefinition „ersten atheistischen Staates“, der die kirchlichen Strukturen zerstörte, sowie die religiöse Praxis und den Glauben an Gott untersagte, wurde Don Simoni dann zu lebenslanger schwerster Zwangs­arbeit im Bergwerk und als Kanalräumer im stinkenden Kot von Shkodra „begnadigt“. Wobei das Regime hier versuchte, ihn mit verlockenden Angeboten eines welt­lichen Lebens, zu anti-kirchlichen Aussagen zu ködern, was er aber entschieden ablehnte.

Altabt-Gregor-im-vollen-Kaisersaal

Altabt Gregor im vollen Kaisersaal

Gleich Thomas Morus, der zu schlau war, sich offen gegen seinen teuflisch böse gewordenen ehemaligen Freund, König Heinrich VIII., zu äußern, breitete Kardinal Simoni über seine Leiden, Schrecken, Schmerzen und Schikanen ein Tuch des Schweigens, sprach nie schlecht über die Regierung und Politik des Partisanen Enver Hoxha, über seine Feinde. Die Hölle von zum Tode führenden Verhören, waren psychologisch für ihn das Kreuz, welches er die Gnade hatte, für Christus tragen zu dürfen.

Versöhnung beruht auf Wahrheit, nicht auf Verschweigen

Mehr noch, blieb er im Geheimen aktiv als Seelsorger, hörte Beichte, las täglich die hl. Messe und wurde so zu einer außer­ordent­lich starken geistlichen Stütze für seine Mithäft­lin­ge und deren Familien. Erst nach dem Fall des kommunistischen Regimes 1991 kam der Priester wieder frei und folgte seiner Berufung als Geistlicher. Indem er auf Wahrheit setzte anstatt auf Verschweigen, sowie den Hass aus den Herzen der verfeindeten Menschen seines Heimat­landes vertrieb, schaffte er echte Versöhnung, wusste Altabt Gregor aus der Vita des Geehrten zu berichten.

Bald nachdem Papst Franziskus während seines Albanien-Besuches 2014 die 27 Jahre dauernde Leidens­geschich­te aus dem Mund des albanischen Priesters gehört hatte, kreierte er Don Ernest zum Kardinal Simoni. Insofern erhält Kardinal Simoni als Repräsentant aller, wäh­rend des Kommunismus unter Enver-Hoxha unterdrückten und verfolgten Christen Albaniens, diesen konzeptionell einmaligen Preis, der in nicht näher definierten Zeitabstän­den, aber immer um den katholischen Gedenktag des hl. Thomas Morus (22. Juni), an verdiente Männer und Frauen verliehen werden soll.
Kardinal-Simoni-erhaelt-die-Thomas-Morus-Medaille

Thomas Morus Silbermedaille und Spende

Kardinal-Simoni-erhaelt-die-Thomas-Morus-Medaille

Kardinal Simoni erhält die
Thomas-Morus-Medaille

Bei dem Preis handelt es sich um eine Silbermedaille, 9 cm im Durchmesser, mit dem Hl. Thomas Morus auf der Vorderseite und Revers dem Hl. Georg als Drachentöter. Vor Überreichung der Thomas-Morus-Medaille, welche in einem großen, Buch-artigen Behältnis eingebettet ist, las Prinz Liechtenstein auch die eingebundene Urkunde vor, die in ihrer hand­schrift­lich prachtvoll gestalteten Aufmachung an mittelalterliche Regesten aus kaiserlich-königlichen Archiven erinnert. Zusätzlich spendete der St.Georgs-Orden € 5.000,- für wohltätige Projekte Simonis in Albanien.

Schließlich ergriff der Preisträger, Kardinal Simoni, selbst das Wort, dankte und erzählte, wie er mit den körperlichen wie geistig-seelisch erniedrigenden Umstän­den während der vielen Jahre fertig wurde. Aber auch von der Kraft und Ausdauer, welche er durch das Gebet, die tägliche Eucharistie und Gnade Gottes erhalten hatte. In diesem Sinne empfahl er der Wohl­stands­­-verwöhnten Gesellschaft des Westens, mehr zu beten, zu glauben und zu lieben.

Wien, 22. Juni 2018

Zusätzliche Information:

Wer qualifiziert sich für den Thomas-Morus-Preis?

In Zeiten allgemeinen Werteverfalls, geistiger Verarmung und einer Politik, die mit unverantwortlichen Versprechungen und ohne jegliche gewis­sen­hafte mora­lische Ausrichtung, das Sozialgefüge zum Nachteil von Familien, Jugend, Alten, Schwachen und Ausgegrenz­ten verändert, sollen die geehrten Laureaten aus den Disziplinen Politik, Medizin, Wissen­schaft, Forschung, Wirtschaft und Publizistik, den Regierenden und Politikern als glaubwürdige Vorbilder für sittliches Verhalten, Mut in Wort und Handeln, sowie für gerechte, konsequent selbstlose Entscheidungen dienen.

Zur Veranstaltung erschien in der überregionalen katholischen Wochenzeitung “Die Tagespost” folgender Beitrag, hier in der Online-Ausgabe der Zeitung nachzulesen.

Ernest Kardinal Simoni erhält den erstmals verliehenen Thomas Morus-Preis

Von Ingo Langner

Der Thomas-Morus-Preis wird an Kardinal Ernest Simoni verliehen. Foto: Stift Heiligenkreuz (Quelle: https://www.stift-he… Foto: Elisabeth Fürst)

Wie ehrt man einen Mann, der standhaft und unbeeindruckt von heftigsten Widerständen aller Art seinen Herrn und Gott auch dann nicht verrät, wenn ihm seine Feinde deswegen 28 Jahre lang Zwangsarbeiten in Lagern, Bergwerken und Kloaken aufbürden? Wenn er ein katholischer Priester ist, dann kann dieser Mann in Purpur gekleidet und von seinem Papst zum Kardinal der römisch-katholischen Kirche kreiert werden. Genau dies ist Ernest Simoni widerfahren.

Altabt-Gregor-bei-der-Laudatio

Altabt Gregor bei der Laudatio

Nachdem der gebürtige Albaner Simoni am Heiligen Abend 1963 gleich nach der von ihm gefeierten Christmette von Schergen des kommunistischen Machthabers Enver Hoxha verhaftet, zweimal zum Tode verurteilt und zweimal von diesem KP-Chef wohl nur deshalb begnadigt wurde, um ihn zum Skelett abmagern zu lassen und qualvoll zu Tode zu schinden, ist er erst  nach dem Sturz der albanischen „Diktatur des Proletariats“ im Jahr 1990 wieder ein vollkommen freier Mann. Papst Franziskus nahm Don Ernest am 19. November 2016 in das Kardinalskollegium auf. Womit also ließe sich dieser am 18. Oktober 1928  in Troshan geborene und am 7. April 1956 zum Priester geweihte Mann darüber hinaus noch ehren?

Genau diese Frage haben sich die Ritter vom historischen weltlichen Alten Orden vom St. Georg gestellt. Den man auch den Orden der Vier Römischen Reiche nennt, der auf eine Stiftung der Kaiser Heinrich VII. und Karl IV. im 14. und Kaiser Sigismund im 15. Jahrhundert zurückgeht, und dessen Schirmherr bis zu seinem Tode 2011 vierzig Jahre lang Erzherzog Otto von Habsburg-Lothringen war.

Weil die Ordensritter, die heute vor allem Akademiker in führenden gesellschaftlichen Positionen sind, nach dem Vorbild des Hl. Georg gehalten sind, in privaten und öffentlichen Bereichen gegen die „acht Elende“ zu kämpfen (womit Krankheit, Verlassenheit, Heimatlosigkeit, Hunger, Lieblosigkeit, Schuld, Gleichgültigkeit und Unglaube gemeint sind) und der Hl. Thomas Morus als Patron der Juristen, der christlichen Politiker und Regenten auch ihr Schutzpatron ist, beschlossen sie, Ernest Kardinal Simoni zum ersten Preisträger des von ihnen vor etwa zwei Jahren etablierten Thomas Morus Preises zu machen. Diese mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung ist dem Kardinal am 21. Juni im Rahmen eines Festaktes im Kaisersaal des Stifts Heiligenkreuz verliehen worden.

Ernest-Kardinal-Simoni-und-Nuntius-Peter-Zurbriggen

Ernest Kardinal Simoni und
Nuntius Peter Zurbriggen

Wer das Zisterzienser Kloster im schönen Wienerwald kennt, weiß, daß man in Österreich kaum einen schönen Ort dafür finden konnte. Der Preis selbst wurde dem Kardinal im Anschluß an die Pontifikalvesper mit dem Apostolischen Nuntius Dr. Peter Stephan Zurbriggen von Gundakar Prinz von und zu Liechtenstein überreicht. Doch zuvor war es die Aufgabe von Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck, die mehr als 200 Gäste mit der Vita des Preisträgers zu konfrontieren.

Er tat das, indem er – sich immer wieder auf die von Mimmo Muolo verfaßte (und in der Tagespost vom 14. Juni rezensierte) Biographie beziehend – nicht nur die Herzen seiner Zuhörer mit der Lebens- und Leidensgeschichte des Kardinals rührte, sondern ihn darüber hinaus als einen Mann zu preisen, der auch unter allerschwersten Qualen immer ein wahrer und würdiger Priester der heiligen katholischen Kirche geblieben und selbst noch in einem Bergwerksstollen tief unter der Erdoberfläche ein echter Seelsorger gewesen ist, der auch seine Feinde geliebt hat. „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig“, sagt Jesus (nach Matthäus 10.38). Genau das hat der Priester Ernest Simoni getan. Die mit dem Kardinalspurpur verbundene Pflicht, Christus bis zum Blutvergießen zu bezeugen, hat er bei seiner Kreierung bereits vollbracht.

Jeder Preisträger des Thomas Morus Preises soll in dem Sinne ein Vorbild des Heiligen sein, der nicht der Macht, sondern dem höchsten Ideal der Gerechtigkeit gedient hat. Eben darum ist Ernest Kardinal Simoni ganz ohne Zweifel ein Mann, der diesen Preis in jeder Hinsicht voll und ganz verdient hat. „Wir müssen mehr lieben, mehr beten und den Armen helfen“, war seine Botschaft für die Festgäste in Heiligenkreuz. Die Ritter des Alten Ordens vom St. Georg haben also eine vorzügliche Wahl getroffen.

Mit freundlicher Genehmigung der überregionalen katholischen Wochenzeitung “Die Tagespost“.

Ordensabend Mai 2018

Wenn der Wind sich dreht – Beginnt eine neue politische Ära?


Buchpräsentation durch die Brüder Daniel und Fabio Witzeling


Im Mai 2018 präsentierten die Brüder Daniel und Fabio Witzeling ihr neues Buch Wenn der Wind sich dreht – Beginnt eine neue politische Ära? Im Unterschied zum gesellschaftspolitischen Phantasma einer „offenen Gesellschaft“, welche nationale und regionale Eigenheiten unterminiert, stellten sie die dringende Notwendigkeit der eigenen Identität in Zeiten des rapiden Wandels und des geforderten Umdenkens, in Anbetracht neuer Realitäten, in den Vordergrund.

Ordenskonvent 2018

Bei der Jahresversammlung der St. Georgs-Ritter

Festliches Konventwochenende wurde durch sehr guten Besuch gekrönt

Der April 2018 war gekennzeichnet durch das Festliche Konvent-Wochenende um den kirchlichen Gedenktag des Hl. Georg. Es gab die überdurchschnittlich gut besuchte Jahresversammlung, die mit einem gemeinsamen Mittagsbuffet endete. Am späten Nachmittag füllten die in Frack und Smoking gekleideten St.Georgs-Ritter mit Ordensinsignien, begleitet von Ehefrauen und Freunden, die St. Anna Kirche im Zentrum von Wien. Nach dem anschließenden Empfang ehrte Gouverneur Prinz Gundakar von und zu Liechtenstein eine Reihe von Ordensbrüdern für ihre Verdienste um den Orden, sowie solche mit hohen, runden Geburtstagen und Jahren der Mitgliedschaft. Hernach stellte Kanzler Graf Peter zu Stolberg-Stolberg die Pianistin und Professorin für Operngesang an der Kunstakademie Moskau, Lada Atlantova vor. Sie setzte sich an den Bösendorfer-Flügel und betörte mit Klavierstücken aus der Romantik (Tschaikowsky, Chopin, Skrjabin), sowie mit bekannten Arien und Liedern. Traditionell gab es tags darauf den Familientag des Alten Ordens vom St. Georg mit Kulturprogramm (Führung durch die Ausstellung Klimt ist nicht das Ende im Unteren Schloß Belvedere) und abschließendem gemeinsamen Mittagstisch.

Ordensabend März 2018

Fastenzeit, österliches Mysterium und Esoterik


Über Fastenzeit, österliches Mysterium und Esoterik, geleitet von Dr. phil. et Dr. jur. can. Paul Blecha


Nach einem mehr oder weniger lustigen Karneval ist die gläubige Christenheit am Aschermittwoch in die Zeit der Enthaltsamkeit übergegangen. Nachdem aber kaum ein Unterschied zu merken ist, stellt sich die Frage, wo das einst christliche Europa heute steht. Dazu sprach im März 2018 der Erziehungswissenschaftler und Kirchenrechtler, Dr. phil. et Dr. jur. can. Paul Blecha über Fastenzeit, österliches Mysterium und Esoterik. Er bedauerte, daß der tiefere Sinn und die Bedeutung der Fastenzeit, bis hin zur Karwoche mit dem österlichen Mysterium der Auferstehung Christi von den Toten, in der intellektuellen Diskussion ausgeklammert ist, gleichwohl Alternativen wie Esoterik den Wunsch nach Verinnerlichung beweisen. Er sinnierte darüber, welchen geistigen Kraftaktes es bedarf, um sich wieder in aller Öffentlichkeit über in die allgemein verloren gegangenen Begrifflichkeiten des Aschermittwochs, der Fastenzeit über den Palmsonntag hinweg in die Karwoche, bis hin zur Bedeutung von Tod und Auferstehung des Herrn, positiv zu äußern, sie wiederum in das Bewußtsein einzubauen.

Ökumenischer Gottesdienst Februar 2018

Ökumenischer Gottesdienst in der Lutherischen Stadtkirche


Von Mag. Peter Sobalik organisiert, von MMag. Wilfried Fussenegger gehalten


Ende Februar 2018 hatten wir auch, aufgrund der Organisation von Vizekanzler Ordensbruder Mag. Peter Sobalik, endlich wieder einen Ökumenischen Gottesdienst in der Lutherischen Stadtkirche im Zentrum von Wien, gehalten von Pastor MMag. Wilfried Fussenegger. Dieses Gotteshaus arbeitet seit langem an der teuren Restauration seiner Kirchenorgel, für welche der Orden auch eine Spende überwiesen hat. Der noch relativ junge salzburger Pfarrer Fussenegger hat in den Vorgesprächen auch echtes Interesse am AOvStG gezeigt, weshalb wir ihn nun automatisch zu Ordensabenden einladen.

Ordensabend Februar 2018

Migration und Infektion


Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Wolfgang Graninger über gesundheitliche Risken der Migrationswelle


Zum allseits diskutierten Thema der Migrationswelle, welche seit dem bereitwilligen Öffnen der Grenzen der EU (Angela Merkel 2015: „Wir schaffen das“) im Südosten des Schengenraumes (Griechenland, griechische Inseln, Lampedusa, Malta, Italien) über Europa, im speziellen über die Länder mit den höchsten Sozialleistungen (Österreich, Deutschland, Schweden) hereingebrochen ist, sprach der uns von OB Dr. Sören Kreuzer vermittelte Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Wolfgang Graninger über Migration und Infektion. Untertitel: Steht der physiologische Untergang der Europäer bevor?

Rein statistisch gesehen, so Graninger, hätten sich, mit den Strömen von Einwanderern aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien, die Fälle von Krankheiten, welche früher in Europa schon fast undenkbar waren, rapide gesteigert. In seiner eloquenten, fachlich fundierten und unterhaltenden Vortragsweise warnte er vor ansteckenden Infektionen. Dazu gehören alle Arten von Hepatitis, Tuberkulose, alle auf HIV zurückgehende Formen von AIDS und parasitäre Erkrankungen wie Krätze und Würmer. Krankheitsvorbeugend sollte der einheimische „Otto Normalverbraucher“ physischen Kontakte wie Händeschütteln, angehustet werden, Ergreifen von Türschnallen und Geländern in öffentlichen Gebäuden und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie allen Arten von körperlichen Berührungen vermeiden. So empfahl er verstärkte Obacht, hygienische Maßnahmen bzw. entsprechend schnelle medizinische Konsultation bei Verdacht auf erwähnte Infektionen.

Auch wenn es trotz der zunehmend hinterfragten, also politisch (unehrlich) korrekten, daher bereits abgelehnten „Willkommenskultur“ noch unerwünscht scheint, die Ursachen dieser Krankheitsfälle wissenschaftlich aufzuzeigen, stellte der einstmalige „Papst für Antibiotika“ die rhetorische Frage des Umgangs mit der spürbaren Verschlechterung der Immunkompetenz und der Gesundheit der Bevölkerung im Allgemeinen. Als Infektiologe fühle er die bedingungslose Verantwortung, vernünftig auf die negativen Effekte eines interkulturellen Austausches, der vor Krankheitserregern nicht haltmache, hinzuweisen. Es gehe nicht um Angstmache, sondern um das Bewirken von gesunden, rettenden Ängsten in der breiten Bevölkerung, nicht zuletzt mittels des Hinweises auf die hohen Kosten, welche diesbezüglich auf jeden Steuerzahler zukommen.

Ordensabend Jänner 2018

Die neue Regierung – Wende oder Retusche?


Mag. Christian Zeitz hinterfragte Vermögen und Möglichkeiten der neuen Regierung


Im Januar 2018 hinterfragte Ordensbruder Mag. Christian Zeitz kritisch Die neue Regierung – Wende oder Retusche? Welche Aussichten es für das weltanschaulich konservative Lager gibt bei Themen wie unfinanzierbarer Massenmigration und Multikulti, dem seit 1968 nicht enden wollenden ´Marsch durch die Institutionen`, den zentrifugalen Kräften innerhalb der EU, wie Brexit, Katalonien und die Visegrádländer im Lichte der Realpolitik der Europäischen Union.

Weihnachts-Bummel 2017

Besuch bei den Wiener Christkindlmärkten


Weihnachtsbummel durch das festlich geschmückte Wien


Im Dezember 2017 gab es auch einen lustigen Weihnachts-Bummel über die Christkindlmärkte auf der Wiener Freyung und Am Hof, wo wir Punsch tranken und Käsekrainer aßen. Dank gebührte Ordensbruder Dr. Georg Hesz für die Organisation.